Wie gut vertragen sich COVID-19 und ESG?

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28.04.2020

Wie gut vertragen sich COVID-19 und ESG?

Die COVID-19-Pandemie stellt die Beschäftigungszahlen, die Verbrauchernachfrage und die Versorgungsketten in der ganzen Welt auf eine harte Probe.

Der Klimaschutz ist so dringlich wie zuvor. Es erscheint allerdings fragwürdig, ob wir in der aktuellen Krise die ökologische Wende und die Energiewende beschleunigen können: Logischerweise räumen Staaten und Banken dem Schutz von schwer betroffenen Unternehmen und Arbeitsplätzen (oft in CO2-intensiven Branchen) Priorität ein. Gleichzeitig macht der sinkende Erdölpreis zumindest vorübergehend umweltfreundliche Energien weniger wettbewerbsfähig, sodass es zu erheblichen Einsparungen führen kann, wenn Investitionen in den Wandel aufgeschoben werden. Somit ist es nun an uns, den verantwortungsvollen Anlegern, uns weiterhin zu engagieren, den Dialog mit Wirtschaftsakteuren zu suchen und auf sie einzuwirken, damit dieses Thema nicht zum guten Vorsatz wird, der bei der erstbesten Gelegenheit wieder aufgegeben wird. Es ist aber auch an uns als Staatsbürger, Verbraucher, Arbeitnehmer und Sparer, dem Anspruch des Wandels konkret gerecht zu werden.

Die gute Nachricht ist, dass gesellschaftliche und unternehmerische Verantwortung bereits gelebt wird. Es ist deutlich spürbar, dass sich Unternehmen der Notwendigkeit bewusst werden, in dieser komplizierten Phase alle beteiligten Parteien zu begleiten. Dies äußert sich in allererster Linie darin, dass sich zahlreiche Unternehmen an den gemeinsamen gesundheitlichen Notfallmaßnahmen beteiligen: Herstellung von Desinfektionsmitteln, Atemschutzmasken und Beatmungsgeräten, unentgeltliche Bereitstellung geistigen Eigentums an Tests und Viren sowie Sach- oder Materialspenden an Krankenhäuser (Schneider, Merck, Sanofi, Linde, Roche etc.).

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen finden weitreichende und schnelle Anpassungen bei der Verteilung des wirtschaftlichen Wertverlusts statt, der durch den wirtschaftlichen Schock ausgelöst wurde: Änderungen bei den Managergehältern (Sodexo, Hermès), aber auch bei der Vergütung von Aktionären, indem Dividenden auf den Prüfstand gestellt werden (Hermès), Aufrechterhaltung der Arbeitnehmergehälter (Chanel, L’Oréal), erleichterte Zahlungen an Zulieferer (Unilever), Zahlungsaufschub für Kunden (Iberdrola) etc. All dies geschieht mit Unterstützung von Regulierern und Behörden, die ebenfalls einen gerechten Ausgleich zwischen den Interessen der unterschiedlichen beteiligten Parteien anstreben. Zu diesem Preis ist eine schnelle Erholung, die alle mit einschließt, möglich.

Zweifellos sind die Unternehmen, die bereits seit mehreren Jahren einen guten Ausgleich zwischen den Interessen aller Stakeholder und eine starke Unternehmenskultur aufgebaut haben, in der aktuellen Situation besser gewappnet. Außerdem haben sie gute Chancen, schneller aus der Krise herauszukommen und gestärkt daraus hervorzugehen. Mitarbeiter, die von zu Hause aus oder isoliert vor Ort arbeiten, sind effizienter und befolgen die Strategie ihres Arbeitgebers gewissenhafter, wenn sie auf dessen gesellschaftlichen Beitrag stolz sind. Was die Zulieferer angeht, so sind sie bereit, sich anzupassen und zusätzliche Anstrengungen zu unternehmen, wenn sie wissen, dass die Beziehung zum Unternehmen nachhaltig und langfristig aufgebaut wurde. Auch die Kunden werden umso treuer sein, je mehr sich eine Marke verantwortungsvoll engagiert hat. Und schließlich können sich die Unternehmensleitungen auf das Management und auf die Strategie konzentrieren, weil sie die Risiken dank dieses Umfelds besser im Griff haben.

Die Gesundheitskrise, die sich in einen wirtschaftlichen Schock verwandelt, darf nicht dazu führen, dass die Unternehmen ihre Anstrengungen zur Integration aller Beteiligten in ihre Strategie aussetzen. Ihre Rolle als nachhaltige und verantwortungsvolle Akteure muss dadurch vielmehr gestärkt werden, und es muss sich bestätigen, dass der in den letzten Jahren vorgezeichnete Weg struktureller Natur ist.

Die Unternehmen, die das gesellschaftliche und gemeinschaftliche Projekt in den Mittelpunkt ihres Entwicklungsmodells gestellt haben, sind die Motoren des Anlageprozesses unseres Fonds Mandarine Active. Wir sind überzeugt, dass sie der Gesellschaft Gutes tun, aber auch den Ersparnissen der Anleger guttun.

ENTDECKEN MANDARINE ACTIVE FONDS

Von Growth team, April 2020

Bildquelle : Pixabay

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